Rezept Brennesseljauche

Hier ist ein detailliertes, praxisbewährtes Rezept für Brennnesseljauche als natürlichen, stickstoffreichen Flüssigdünger und milden Pflanzenschutz (z. B. gegen Blattläuse).

Es basiert auf den gängigen Empfehlungen aus Gartentipps und Bio-Garten-Praxis (Stand 2025/2026)

Die Jauche ist einfach herzustellen, kostet fast nichts und ist super effektiv für Starkzehrer wie Tomaten, Gurken, Kürbis, Kohl, Rosen oder Zucchini.

Wichtige Hinweise vorab 

Brennnesseln nur vor der Blüte ernten (Mai–Juni, je nach Region). Sobald Blüten oder Samen kommen, enthält die Pflanze mehr unverdauliche Stoffe und weniger Nährstoffe – die Jauche wird dann schlechter und riecht noch intensiver. 

Geruch- Die Jauche riecht sehr stark faulig (wie Gülle). Stellen sie daher möglichst weit weg von Terrasse/Haus auf. 

Gefäß- Kein Metall (kann reagieren) → nur Plastik, Holz, Ton, Keramik oder alte Regentonne. 

Wetter- Im Schatten oder Halbschatten ansetzen – pralle Sonne beschleunigt Gärung zu stark und kann überlaufen.



 Zutaten (für ca. 10 Liter fertige Jauche) 

1 kg frische Brennnesseln (ganze Triebe, am besten junge, ca. 40–60 cm hoch) 
 → Alternativ: 150–200 g getrocknete Brennnesseln (dann etwas länger gären lassen) 
 10 Liter Wasser (am besten Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser – Chlor verdunstet beim Stehen)

Optional, aber sehr empfohlen

1–2 Hände voll Urgesteinsmehl / Steinmehl / Basaltmehl (ca. 100–200 g)
 → bindet Geruch stark, verhindert fauligen Gestank und liefert extra Silizium + Spurenelemente 
Optional
Eine Handvoll reifer Kompost oder etwas Zucker/Melasse (1 EL)
 → beschleunigt die Gärung leicht

Utensilien 
Großes Gefäß (mind. 12–15 Liter Volumen, z. B. Eimer, alte Regentonne, Jauchefass) 
Schere oder Sichel zum Schneiden 
Langer Stock / Holzstab zum Umrühren 
Lockerer Deckel (z. B. Holzbrett, alter Deckel mit Loch, Jutesack) – nicht luftdicht verschließen, da Gärungsgase entweichen müssen! 
Handschuhe (Brennnesseln brennen!) 

Optional: Sprühflasche oder Gießkanne zum Ausbringen 

 Schritt-für-Schritt-Anleitung 

Herstellung 

1. Brennnesseln sammeln & vorbereiten
 Sammle 1 kg frische, saubere Brennnesseln (am besten an sonnigen Wald- oder Wiesenrändern, fern von Straßen & Hunden). Trage Handschuhe! Schneide die Triebe grob klein (5–10 cm Stücke) – je kleiner, desto schneller lösen sich die Nährstoffe. 

2. In das Gefäß füllen
Die geschnittenen Brennnesseln in das Gefäß geben.
 Optional: Steinmehl direkt dazugeben und kurz vermischen. 

3. Mit Wasser auffüllen
Mit 10 Litern Wasser übergießen, bis alle Pflanzenteile vollständig bedeckt sind (ca. 5–10 cm über dem Material).
 Gut umrühren, damit alles nass wird.

 4. Abdecken & Gärung starten
Locker abdecken (Licht & Luft müssen zirkulieren, aber Insekten & Geruch sollen rausgehalten werden). Stelle das Gefäß an einen warmen, halbschattigen Platz (ideale Temperatur 18–25 °C). Täglich 1× kräftig umrühren– das bringt Sauerstoff rein und verhindert anaerobe Fäulnis.

 5. Gärungsdauer beobachten
Die Jauche gärt 10–14 Tage (bei warmer Witterung oft schon nach 7–10 Tagen fertig). 

Fertig-Kriterien

-Keine Blasen mehr auf der Oberfläche (Gärung abgeschlossen) - Dunkle, braun-grüne Farbe - Starker, aber nicht mehr fauliger Geruch (eher erdiger Jauche-Geruch) 
Wenn sie sehr schwarz und stinkend wird → hat sie zu lange gestanden oder stand zu warm → trotzdem verwendbar, aber stark verdünnen! 

6. Abseihen & lagern
Durch ein feines Sieb, altes Tuch oder Gartensieb abseihen (Pflanzenreste ausdrücken – super für den Kompost!). Die fertige Jauche in alte Kanister, Flaschen oder Eimer füllen. 
Kühl & dunkel lagern → hält mehrere Monate (im Winter sogar bis zum nächsten Frühjahr). 

Anwendung & Dosierung 
Immer verdünnen! Unverdünnt verbrennt sie Wurzeln & Blätter.

Standard-Verdünnung 
- Starkzehrer (Tomaten, Gurken, Kürbis, Kohl, Mais, Rosen): **1:10** (1 Teil Jauche + 9 Teile Wasser)
 - Mittelzehrer (Paprika, Zucchini, Salat, Erdbeeren): **1:15** 
- Schwachzehrer / Jungpflanzen / Setzlinge: **1:20** bis 1:30 - **

Wie ausbringen?

Direkt an die Wurzeln gießen (nicht über Blätter – kann Sonnenbrand verursachen). 1–2× pro Woche während der Wachstumsphase (Mai–August). Bei Trockenheit vorher normal gießen, dann die Jauche-Lösung. 
Als Pflanzenschutz (gegen Blattläuse) Noch stärker verdünnen (1:20–1:30) und als Spritzbrühe nutzen (morgens/abends, bei bedecktem Himmel). Wirkt durch pH-Veränderung & Kieselsäure – vorbeugend alle 7–10 Tage sprühen. 

Häufige Fehler & Tipps 

Zu starker Geruch? → Mehr Steinmehl oder Baldriantinktur (ein paar Tropfen) beim Ansetzen. 

 Zu schnell faulig? → Zu warm / zu wenig Umrühren → nächstes Mal öfter rühren. 
Nicht zu viel auf einmal → Überdüngung mit Stickstoff macht Pflanzen anfällig für Läuse & Pilze. 

Kombi-Tipp: 
Mit Ackerschachtelhalmjauche mischen → extra Silizium für pilzresistente Pflanzen.


Viel Erfolg beim Ansetzen – ihre Pflanzen werden es ihnen mit kräftigem Wachstum danken! 

Text mit Grok erstellt- Bild Pixabay Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/connygatz-38245/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=image&utm_content=123834">Cornelia Gatz</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=image&utm_content=123834">Pixabay</a>

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