Weniger Müll auf Festivals: Die Deutsche Umwelthilfe fordert Konsequenzen
Jedes Jahr strömen Hunderttausende Besucher zu großen Musikfestivals wie Parookaville, Rock am Ring, Wacken oder Hurricane. Doch hinter der Partystimmung bleibt oft ein riesiger Müllberg zurück. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat 2026 die zehn größten deutschen Musikfestivals zum Thema Abfallmanagement befragt – mit ernüchterndem Ergebnis.
Besonders kritisch sieht die DUH den hohen Einsatz von Einwegverpackungen. Allein das Festival Parookaville verursacht an einem Wochenende über 23 Tonnen vermeidbaren Müll – darunter rund 600.000 Einweg-Becher, 250.000 Getränkedosen und eine halbe Million Einweg-Artikel für Essen. Viele Festivals setzen zwar bei Getränken auf Pfandbecher, doch bei Speisen und Merchandise bleibt Einweg oft die Regel. Zudem fehlt auf den meisten Geländen eine konsequente Mülltrennung.
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH, bringt es auf den Punkt:
„Festivals sollen Spaß machen, aber sie dürfen kein Ausnahmezustand für die Umwelt werden.“
Positive Beispiele gibt es aber auch: Rock am Ring und Rock im Park zeigen erste Fortschritte bei Mehrweg und der Vermeidung von Einweg-Merch. Die DUH fordert nun als Standard:
- 100 % Mehrweg für Getränke und Speisen
- Saubere Mülltrennung auf Festival- und Campingflächen
- Mehr Kompost- oder Trockentrenntoiletten statt Chemietoiletten
- Keine kostenlosen Wegwerf-Merch-Artikel
Die Organisation hat eine Petition gestartet, um Veranstalter zum Handeln zu bewegen. Denn viele kleinere Festivals und andere Großveranstaltungen beweisen längst, dass abfallarme Konzepte funktionieren – ohne dass der Spaß leidet.
Fazit: Mit besserer Planung können Festivals Vorbilder für Kreislaufwirtschaft werden. Als Besucher:in kannst du mit Brotdose, eigener Trinkflasche und bewusster Mülltrennung ebenfalls einen Beitrag leisten.
https://mitmachen.duh.de/festival/?wc=NL_DI_260728
Bild und Text mit GROK erstellt
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